lenasgerman

Deutsch für LernerInnen im griechischsprachigen Raum

3. Kinofestival mit deutschen Filmen, 3. Tag

- 30/03/2013

16. oo Uhr

Die wilden Kerle 1

(aus wikipedia):

Ein deutscher Kinderfilm aus dem Jahre 2003. Der Film entstand nach der Kinderbuchreihe Die wilden Fußballkerle von Joachim Masannek, der auch Regie führte.

Kritiken:

„Dank einiger netter Gags, wie den Fahrrädern der Wilden Kerle, die mit Motorradgeräuschen unterlegt werden und dabei ein wenig Hells-Angels-Atmosphäre verbreiten, dürften „Die Wilden Kerle“ bei den Jüngeren gut ankommen – bei Fans der Buchreihe sowieso. Leider verzichtet der Film aber darauf, mit etwas subtilerem Humor auch die älteren Semester anzusprechen – wie es beispielsweise so manche Disney-Komödie perfekt beherrscht.“
Frank Geissler/Ricore Text

„Die Botschaft von Selbstbewusstsein, Zusammenhalt und Toleranz wird durch die überraschend sichere Regie von Kinodebütant Joachim Masannek verständlich, aber sehr zurückhaltend vermittelt. Beste Erfolgsaussichten für einen Kantersieg also für Sam Film und den Verleih Buena Vista, der damit endlich mal wieder auf nationaler Ebene aktiv wird.“Blickpunkt: Film

„Das Ergebnis ist ein turbulentes Vergnügen ohne tiefere pädagogische Absicht, aber ein Plädoyer für Freundschaft und Teamgeist.“Philip Nathusius (-pn-) in: Das große TV Spielfilm Filmlexikon. Digitale-Bibliothek-Sonderband (CD-ROM-Ausgabe). Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-036-1, S. 14102

Auszeichnungen:

2004 – DVD Champion in der Kategorie Deutscher Film

Aufgrund des Erfolges wurden vier Fortsetzungen gedreht, die alle in die deutschen Kinos kamen.

 

 

18.oo Uhr

Knallhart

(aus wikipedia):

Ein deutscher Spielfilm von Detlev Buck aus dem Jahre 2006 nach einem Drehbuch von Gregor Tessnow und Zoran Drvenkar. Als Vorlage für den Film diente der Roman Knallhart von Gregor Tessnow.

Kritiken/Reaktionen:

Der Film schildert in drastischer und von vielen Betrachtern als klischeehaft wahrgenommener Weise das soziale Milieu des Berliner Bezirks Neukölln und den täglichen Überlebenskampf seiner Bewohner, aber auch die Beziehungsschwäche der anderen sogenannten normalen Strukturen. Das konfliktgeladene Beziehungsgeflecht der Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft bildet ein Grundthema des Filmes, obwohl durch die Diffusion das Hauptaugenmerk auf dem kriminellen Milieu als sich etablierende Struktur liegt. Diese sehr realistisch wirkende Darstellung der Lebensumstände in einem sozial schwachen Stadtteil führte zu teils heftigen Kontroversen unter Politikern und in der Presse.

Der Film kann nicht nur unter der Thematik „Berlin-Neukölln“ gesehen werden, sondern auch mit Blick darauf, wie ein menschliches Individuum unter den gesellschaftlichen Einfluss gerät und letztlich von diesem zermürbt wird. Gerade der Schluss, in dem Michael zögert einen Menschen umzubringen, stellt ein Ultimatum an die Gesellschaft dar. Es ist fraglich, ob er mit der Ermordung seine Menschlichkeit aufgegeben hat und lieber sich hätte selbst erschießen sollen.

Das Lexikon des Internationalen Films resümiert: „Bezwingende Verfilmung eines wirklichkeitsnahen Jugendromans, die sich durch genaue Milieuzeichnung und authentische Darsteller auszeichnet. Vom Einzelfall abgesehen, porträtiert der raue Film das Bild einer «verlorenen Generation», die der allgemeinen Verrohung der Verhältnisse ihrerseits durch Gewalt begegnet.“ und hält ihn für „Sehenswert ab 16“.

Als Reaktion auf die Darstellung von Migrantengewalt in diesem Film wurde, um ein ebenfalls realistisches Gegenmodell zu positionieren, der bereits 2003 gedrehte Film Urban Guerillas von Neco Celik erneut in die Kinos gebracht.

2009 wurde der Film im türkischen Fernsehen gezeigt.

Auszeichnungen:

2006

Deutscher Filmpreis in Silber

Deutscher Filmpreis Bester Schnitt

Deutscher Filmpreis Beste Filmmusik

Preis der FIPRESCI-Jury der Internationalen Filmfestspiele Berlin

Goldener Prometheus des Tbilisi International Film Festival

 

 

20.30 Uhr

Anonyma – eine Frau in Berlin

(aus wikipedia):

Ein Filmdrama aus dem Jahr 2008 von Regisseur Max Färberböck, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle spielte Nina Hoss. Die Handlung basiert auf dem autobiografischen Buch Eine Frau in Berlin von Marta Hillers, das ursprünglich von C. W. Ceram herausgegeben wurde.

Kritiken:

„Die ambitionierte Verfilmung dieses einzigartigen Zeitdokuments greift den lakonischen Stil der Vorlage auf und belässt es vor allem in der Darstellung sexueller Gewalt bei Andeutungen. Dabei erliegt der Film schnell dem Zwang von Genrekonventionen und walzt den Versuch der (hervorragend gespielten) Protagonistin, sich einen hochrangigen Offizier als Schutz vor der Meute zu angeln, melodramatisch aus, was zu allzu vertrauten Klischees und Bildern führt.“Lexikon des Internationalen Films

„Vor allem aber ist Färberböck und seinem Produzenten Günter Rohrbach der Geniestreich gelungen, ein Tabuthema der deutschen Geschichte so zu inszenieren, dass es die aktuellen Ängste vor dem Absturz aus einem kosmopolitischen Wohlstandsleben in die archaische Form des Faustrechts nachvollziehbar macht.“Andrian Kreye: Süddeutsche Zeitung

„Filme wie diesen gibt es, nicht weil die Macher sich fürs Thema interessierten, sondern weil jemand Geld verdienen will, und man dann Themen sucht, „die gehen“. Weil ein Produzent auf einen Zug, der schon lange und sicher und mit hoher Geschwindigkeit dahinrollt, aufspringen will. Und er das Geld hat, die Rechte zu kaufen. […] Das Ergebnis ist ein Mainstream-Prestigeprojekt, ist cleanes deutsches Hochglanz-Schicksalskino, wie wir es – fast hätten wir gesagt: „bis zum Erbrechen“ – kennen; saubere, hervorragende deutsche Schauspielerinnen bis in die Nebenrollen, mit schwarzer Schmutzschminke im Gesicht und sichtbar kratzigem Tuch auf der weißen Haut, als müssten sie ein Hauptmann-Stück aufführen, und dann zwischen fein säuberlich arrangierte Trümmerkulissen gestellt.“R. Suchsland: Telepolis

„Bedauerlicherweise erreicht die Verfilmung in keiner Weise die Eindringlichkeit der Tagebuchvorlage, sondern gleitet mit der Verzuckerung des Stoffes durch eine aufgesetzte … Liebesgeschichte … auf das Niveau von melodramatischem Kitsch ab. Der diesem Film dominierende Wunsch nach einer Liebesgeschichte und das angestrengte Bemühen um den Einklang mit den Geboten des Political Correctness haben offensichtlich den Stift beim Drehbuch und den Taktstock bei der Regie geführt. Die grausige Realität der Massenvergewaltigungen bleibt ausgeblendet. Ein Gespräch unter vergewaltigten Frauen über dieses Thema wird … zu einem Gekicher wie über Erlebnisse in einer Tanzstunde.“Ingo von Münch

Auszeichnungen:

Der Film war 2009 zweimal für den Deutschen Filmpreis nominiert: In der Kategorie Beste Tongestaltung sowie in der Kategorie Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle für die Schauspielerin Irm Hermann.

Auf dem polnischen Filmfestival Camerimage 2008 war Kameramann Benedict Neuenfels für die Auszeichnung Goldener Frosch für die Beste Kameraführung nominiert.

Auf dem Santa Barbara International Film Festival 2009 gewann Max Färberböck den Preis für den Besten internationalen Spielfilm.


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